Historie Blau-Weiß Wesselburen
Die ersten Jahre (1945-1979)
Im Jahre 1945 wurde der Sportverein Blau-Weiß Wesselburen gegründet. Bereits acht Jahre später schaffte Blau-Weiß den Sprung in die Bezirksklasse, damals die zweithöchste Spielklasse in Schleswig-Holstein. Jedoch musste man bereits nach einer Saison trotz eines guten zwölften Platzes den Weg zurück in die Kreisliga gehen. Im Jahr 1959 kam Blau-Weiß zurück in den schleswig-holsteinischen Unterbau, die mittlerweile 2. Amateurliga hieß. Zwei Jahre später konnte man die Liga sogar als Meister abschließen. Aber der klanglose Abstieg als Tabellenletzter folgte bereits in der darauf folgenden Saison.
Die erfolgreichen 80er (1979-1992)
Danach blieb es knappe zwei Jahrzehnte ruhig um den Verein aus der Hebbelstadt, bis zu Beginn der 80er die vermutlich erfolgreichsten Jahre des Vereins folgten. In der Saison 1979/80 errang Wesselburen die Meisterschaft in der Bezirksliga West und schaffte damit den erneuten Sprung in die zweithöchste Spielklasse des Landes (Landesliga Süd). Auch im Pokal durften Erfolge gefeiert werden. Durch Siege gegen die höher spielenden Mannschaften des Itzehoer SV und des Heider SV gewann man vor über 1000 Zuschauern den Bezirkspokal und schaffte damit den Sprung unter die letzten vier Mannschaften auf Landesebene. Da im Halbfinale auch Rot-Weiß Niebüll mit 1:0 bezwungen wurde, erkämpfte man sich neben der Endspielteilnahme auch die Startberechtigung für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Im Finale des Landespokals verlor Blau-Weiß im Sommer 1980 gegen den TSV Plön mit 1:3. Somit stand die anschließende Saison ganz im Zeichen des DFB-Pokals. Leider bekam man mit Atlas Delmenhorst zum einen ein weitere Amateurmannschaft und zum anderen ein Auswärtsspiel zugelost. Vor 1800 Zuschauern in Delmenhorst (150 davon aus Wesselburen) musste man sich zwar recht deutlich mit 2:6 geschlagen geben, überraschte jedoch durch eine frühe Führung in der ersten Spielminute. Auch die erste Saison in der Landesliga Süd verlief sehr erfolgreich. Lange Zeit hielt Blau-Weiß mit im Kampf um die Meisterschaft, musste sich dann aber aufgrund einer Schwächephase gegen Ende der Spielzeit nur mit dem dritten Platz begnügen. Bereits Platz zwei hätte zu den Relegationsspielen um den Verbandsligaaufstieg berechtigt. Trotzdem war der dritte Platz als Neuling für Blau-Weiß Wesselburen ein sehr großer Erfolg. Die nächsten Jahre hielt man sich mehr oder weniger souverän in der Klasse bis im Jahre 1990 der Abstieg in die Bezirksliga unvermeidlich war.
Die Rückkehr (1992-1999)
Die nächste Erfolgswelle aus Wesselburen schwappte ab der Saison 1992/93 ins Land. Dieses Mal musste man als Tabellenzweiter der Bezirksliga den Umweg über die Relegationsspiele gegen den TSV Gudow nehmen. Aber nach einem souveränen 6:2-Rückspielsieg schaffte Blau-Weiß die Rückkehr in die Landesliga. Nach leichten Startschwierigkeiten in der ersten Saison etablierte sich Wesselburen in der Liga und schnupperte in der Saison 1994/95 am Tor zur Verbandsliga. Da Wesselburen in der Endabrechnung den zweiten Platz hinter dem BSC Brunsbüttel belegte, durfte Blau-Weiß die Relegationsspiele gegen den Zweiten der Verbandsliga Nord, dem TSV Ellerbek, bestreiten. Nach einem 0:1 im Hinspiel auf eigenem Platz musste man sich auch in Ellerbek mit 0:2 geschlagen geben. In den weiteren Jahren hielt sich Blau-Weiß stets in der oberen Hälfte der Landesliga, bis diese im Jahr 1999 durch die viergleisige Bezirksoberliga abgelöst wurde. Auch der Sieg des Westküstenturniers, die Bezirksmeisterschaft in der Halle, fiel in diese Zeit. Im Winter 1997/98 setzte man sich in Heide knapp gegen den BSC Brunsbüttel durch.
Die letzten Jahre im Bezirk West (1999-2008)
Im ersten Jahr der Bezirksoberliga gab es fast erneut die Gelegenheit, an den Aufstiegsspielen zur Verbandsliga teilzunehmen. Jedoch verlor Blau-Weiß am letzten Spieltag in Glückstadt durch einen Gegentreffer fünf Minuten vor dem Ende, so dass man sich mit Platz vier begnügen musste. In den nachfolgenden Jahren der Bezirksoberliga hielt man zunächst weitestgehend im Mittelfeld auf, bis man in den Jahren 2005/2006 und 2006/2007 eher gegen den Abstieg kämpfen musste. Als es dann in der Saison 2007/2008 um die Qualifikation für die neue Verbandsliga ging, somit darum, die zweithöchste Spielklasse im Land zu halten, zeigte sich Blau-Weiß wieder von seiner besseren Seite und schaffte trotz leichter Schwankungen am Ende der Saison die direkte Qualifikation für die Verbandsliga Nord-West. Zusätzlich zu diesem Erfolg konnte man im Winter zehn Jahre nach dem ersten Triumph den Gewinn des Westküstenturniers wiederholen. In Glückstadt besiegte Wesselburen den TSV Nordhastedt im Finale knapp mit 1:0. Da dies durch die Abschaffung der Bezirke auch die letzte Austragung war, darf sich Blau-Weiß letzter Hallenbezirkspokalsieger nennen.
In neuer Umgebung (2008-)
Nach der Auflösung der Bezirke ging es für Blau-Weiß in neue Gefilde. In der Saison 2008/2009 spielte man in der Verbandsliga Nord-West erstmals im Punktspielbetrieb gegen Vereine aus Flensburg, Schleswig und Nordfriesland. Leider verlief die Saison denkbar unglücklich und man stieg als Vorletzter ab, so dass Blau-Weiß ein Jahr in der Kreisliga West verbringen musste. Doch nach dem direkten Wiederaufstieg konnte man sich mit Platz 5 in der Verbandsliga Nord-West etablieren.